/S01 · FocusStack

OT Security

Wenn Stillstand keine Option ist

Produktionsanlagen, Energieversorgung, Wasseraufbereitung, Gebäudeautomation — Operational Technology steuert die physischen Prozesse, von denen Wirtschaft und Gesellschaft abhängen. Doch die Konvergenz von IT und OT schafft Angriffsflächen, die mit klassischen IT-Sicherheitskonzepten nicht beherrschbar sind. ISD FENIQS sichert Ihre OT-Umgebungen — mit passivem Monitoring, systematischem Schwachstellenmanagement und Managed Services, die Verfügbarkeit und Sicherheit in Einklang bringen.

OT Security
/S02 · Kontext

Das Ende der Isolation

Jahrzehntelang galten OT-Umgebungen als sicher, weil sie vom Unternehmensnetzwerk getrennt waren. Diese Ära ist vorbei. Die Digitalisierung industrieller Prozesse hat die Grenze zwischen IT und OT aufgelöst. Dazu gehören vorausschauende Wartung, Cloud-basierte Analytik und Remote-Zugänge für Maschinenhersteller. Systeme, die nie für eine Netzwerkanbindung konzipiert waren, sind heute exponiert.

Gleichzeitig verschärft der regulatorische Rahmen den Handlungsdruck erheblich. Das NIS2-Umsetzungsgesetz ist seit Dezember 2025 in Deutschland in Kraft. Nach diesem Gesetz werden KRITIS-Betreiber automatisch als besonders wichtige Einrichtungen eingestuft. Bei Sicherheitsvorfällen beträgt die Meldepflicht 24 Stunden, und das BSI kann jederzeit proaktive Aufsichtsmaßnahmen einleiten.

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Für produzierende Unternehmen in den NIS2-Sektoren hat das erhebliche Konsequenzen. Diese Sektoren sind Energie, Wasser, Chemie, Lebensmittel und verarbeitendes Gewerbe. OT-Sicherheit ist keine optionale Maßnahme mehr, sondern eine Compliance-Pflicht mit persönlicher Geschäftsführerhaftung.

Die Bedrohungslage unterstreicht diese Dringlichkeit. Ransomware-Angriffe auf industrielle Steuerungssysteme haben sich in den letzten Jahren vervielfacht. Angreifer wissen, dass ein Produktionsstillstand unmittelbaren wirtschaftlichen Schaden verursacht und damit die Zahlungsbereitschaft erhöht.

Wo IT-Sicherheit traditionell Vertraulichkeit priorisiert, muss OT-Sicherheit Verfügbarkeit schützen. Diese unterschiedliche Priorität erfordert spezialisierte Ansätze.

NIS2KRITISBSI-GesetzIEC 62443IT/OT-KonvergenzKRITIS-DachG
/S03 · Unsere Position

Sicherheit, die den Betrieb nicht gefährdet

Bei ISD FENIQS sind wir überzeugt, dass OT-Sicherheit nach eigenen Regeln funktionieren muss. Die Methoden der klassischen IT-Security können in einer Produktionsumgebung katastrophale Folgen haben. Dazu gehören aggressive Scans, erzwungene Patches und Neustart-Zyklen. Ein ungeplanter Reboot einer Steuerungsanlage ist kein IT-Ticket, sondern ein Produktionsausfall.

Deshalb verfolgen wir einen Ansatz, der Sichtbarkeit an erste Stelle setzt. Bevor wir schützen, verstehen wir zunächst Ihre OT-Umgebung: Welche Assets existieren dort? Wie kommunizieren sie miteinander? Welche Schwachstellen sind bekannt, und welche sind im operativen Kontext tatsächlich relevant?

Passives Netzwerk-Monitoring, agentenloses Asset-Discovery und eine Bewertung, die den Betriebskontext berücksichtigt, bilden die Grundlage jeder Sicherheitsmaßnahme.

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Gleichzeitig verstehen wir, dass OT-Sicherheit nicht isoliert betrachtet werden kann. Die Konvergenz von IT und OT ist Realität und wird auch weiterhin notwendig sein. Datengetriebene Fertigung, Remote-Wartung und Cloud-Anbindung schaffen echten Geschäftswert. Die Aufgabe ist nicht, diese Konvergenz zu verhindern, sondern sie sicher zu gestalten.

Das erfordert mehrere Maßnahmen: Netzwerksegmentierung, die tatsächlich funktioniert, kontrollierte Übergänge zwischen IT- und OT-Zonen sowie ein Monitoring, das beide Welten überblickt.

OT-Sicherheit beginnt nicht mit Kontrolle, sondern mit Sichtbarkeit. Man kann nicht schützen, was man nicht kennt.

Rastislav Novobilsky · Head of Cybersecurity & Cloud Services

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